Grenzen-Training

Grenzen erspüren und kommunizieren

Du darfst Nein sagen. Immer.

Manchmal ist es gar nicht so leicht zu spüren, was wir wirklich möchten – und noch schwerer, es auszusprechen. Das ist völlig normal. Grenzen zu kennen und zu kommunizieren ist etwas, das wir alle üben dürfen.

Hier findest du einfache Übungen, die dich sanft dabei begleiten, mehr in Kontakt mit dir selbst zu kommen. Was tut dir gut? Was nicht? Und wie teilst Du das mit – klar, freundlich und ohne schlechtes Gewissen?

Ein liebevolles Nein ist ein Geschenk – an Dich und an die anderen.

JA - NEIN - ICH

Eine Übung nur mit diesen 3 Worten, die sinnfrei erscheint, aber das spielerische Erleben besonders von „Nein“ und „Ich“ ermöglicht.

2 Menschen stehen sich gegenüber. Sie unterhalten sich mit nur diesen 3 Worten: Ja, Nein, Ich

Ansage:
„Findet Euch zu zweit zusammen, keine Sorge, Ihr werdet Euch nicht berühren, jedenfalls nicht körperlich“ (um die Auswahl zu erleichtern)
„Ihr werdet Euch jetzt mit nur 3 Worten unterhalten, mit JA, NEIN und ICH. Mehr müßt Ihr nicht wissen. Es gibt auch kein Thema oder so. – Dann beginnt jetzt.“

Die Übung dient dazu, dass die Menschen lernen, dass NEIN sagen normal ist. Das ICH betont noch mal den einzelnen als Person, dass Ich auch NEIN und natürlich JA sagen kann und darf.

Dauer ca. 2-4 Minuten

1 - 2 - Pause - Stop​

Ein Mensch wird von 2 anderen berührt. Er macht dabei keine Ansage, wie er berührt werden will, sondern nur ob, von wievielen und ob die Berührungen ohne Bewegung oder gar nicht stattfinden.“

Erst machst Du die Übung mit 2 Assistent*innen vor.

3 Menschen finden zusammen

Ansage:
„Legt fest, wer von Euch dreien zuerst berührt wird. – Du Mensch, der Du zuerst berührt wirst, kannst die Augen schließen, wenn Du möchtest. Die andere beiden werden Dich berühren und Du wirst ihnen sagen, wann, wieviele von ihnen. Dabei benutzt Du NUR folgende Worte:
1
2
PAUSE
STOP
WEITER

1 bedeutet: 1 Mensch berührt Dich

2 bedeutet: 2 Menschen berühren Dich

PAUSE bedeutet: Die Menschen, die Dich gerade berühren, bringen ihre Berührungen zum Stillstand, aber berühren Dich weiterhin ohne Bewegung

WEITER bedeutet: Sie können ihre Hände wieder bewegen.

STOP bedeutet, dass die Menschen, die Dich gerade berühren, sich sofort von Dir lösen

WEITER bedeutet: Sie können Dich wieder berühren.

Der Berührte macht also keine Ansage, wie er berührt werden will, sondern nur ob, von wievielen und ob die Berührungen ohne Bewegung stattfinden.

Mindestens 1 x in der Zeit sollte jeder STOP sagen um das Erlebnis zu haben, wie es sich anfühlt, wenn alle Berührungen auf Komado hin sofort aufhören“

Dauer ca. 3 x 5 Minuten